THEATERPÄDAGOGIK

THEATER IM KLASSENZIMMER

Ein Schwerpunkt unseres Angebots ist die theaterpädagogische Arbeit an Schulen. Im Mittelpunkt stehen interaktive Theaterstücke zu psychosozialen Themen, vor allem zur Sucht- und Gewaltprävention. Alle Einsätze werden aus pädagogischen Gründen ausschließlich im Klassenzimmer und vor maximal zwei Schulklassen durchgeführt. Die jeweiligen Angebote wollen und können kein Thema umfassend abhandeln, sondern lediglich mit theaterpädagogischen Methoden ins Thema einführen, Betroffenheit erzeugen und zum Weiterarbeiten am Thema motivieren.

Alle Produktionen sind in Zusammenarbeit mit Fachleuten entstanden, werden regelmäßig evaluiert und können von Lehrern einzeln oder von Behörden im Rahmen von Kampagnen zur Prävention gebucht werden.

FOOD DIARIES

Thema: Essstörungen

Empfohlen ab der 8. Klasse, auch für FOS  / BOS geeignet.
Dauer: ca. 2 Schulstunden (Szene + Nachgespräch)
Max. 60 Schüler pro Aufführung
Einpersonenstück von und mit Heidy de Blum.

Schirmherrschaft: ANAD e.V. – Beratungsstelle für Essstörungen

Inhalt:
„Food Diaries – Essgeschichten“ erzählt wahre Geschichten von Frauen, die schon mal mit Diäten, Hunger, Schlankheitswahn und Essstörungen zu kämpfen hatten. Heidy de Blum, die das Stück selbst geschrieben hat, zeigt den Alltag essgestärter Frauen so, wie er wirklich ist – zwischen Schönheitswahn und Selbstzerstörung. Auf kompromisslose wie sensible
Weise veranschaulicht die Darstellerin den Kampf, sich selbst zu mögen, und seine teils absurden Auswüchse – denn sie selbst kämpft mit der Erkrankung jeden Tag. Das Stück ist ernst und gleichzeitig humorvoll, die Zuschauer/innen können sich direkt in die Rolle der Betroffenen hinein versetzen und bekommen dadurch einen neuen Zugang zu diesem aktuellen Thema.

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LIMIT

Thema: Koma-Saufen

6. bis 9. Jahrgangsstufe
Dauer: ca. 2 Schulstunden (Szene: ca. 20 Minuten + Nachgespräch)
Max. 60 Schüler pro Aufführung

Das Stück ist in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie für Suchtfragen
entstanden und wird im Rahmen der bundesweiten HaLT-Kampagne angeboten.

Schirmherrin: Staatsministerin für Gesundheit, Melanie Huml

Inhalt:
Nina und Basti gehen auf eine Party und wollen Spaß haben. Während Nina die Party in vollen Zügen genießen kann, tut Basti sich schwer, locker zu werden. Aus diesem Grund bleibt es bei ihm nicht nur bei Bier, sondern er nimmt auch ein paar harte Drinks zu sich. Doch dadurch gestaltet sich der Abend auch nicht einfacher und sie geraten immer öfter aneinander. Richtig kritisch wird es erst, als auch noch Ninas Ex auftaucht. Jetzt gehen bei Basti die Lichter aus, Frustsaufen ist angesagt…
Im interaktiven Teil werden die Schüler aufgefordert, ihre Sicht der Dinge einzubringen und die dargestellte Geschichte kritisch zu hinterfragen.

Hintergrund:
Das Trinkverhalten von Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Während junge Menschen früher regelmäßig Alkohol konsumiert haben, trinken Jugendliche heute insgesamt weniger, dafür aber bei besonderen Anlässen umso exzessiver.

DRUG DIARIES

Thema: Drogen, insbesondere Kräutermischungen

Empfohlen ab der 9. Klasse, auch für FOS / BOS geeignet.
Dauer: ca. 2 Schulstunden (Szene: ca. 40 Minuten + Nachgespräch)
Max. 60 Schüler pro Aufführung

Das Stück ist in Zusammenarbeit mit der Stelle für Suchtprävention des Gesundheitsamtes Schweinfurt entstanden.

Inhalt:
Ben und Anna, Paar und Bandkollegen, träumen vom großen Durchbruch. Den Schulabschluss fast in der Tasche, scheint der Traum vom freien Leben in der Großstadt zum Greifen nah. Bis Ben eines Abends den Dealer Max kennenlernt, der ihn mit Kräutermischungen in Kontakt bringt. Bens beginnende Sucht und Annas zunehmende Hilflosigkeit stellen die Beziehung und ihren gemeinsamen Traum auf eine harte Probe. Zerplatzte Träume, Beziehungskonflikte, Schulprobleme, Vertrauensverlust – das Präventionsstück DrugDiaries beschreibt zum einen eine typische Suchtentwicklung. Zum anderen wird versucht, die ganz persönlichen und individuellen Gründe für ein Suchtverhalten zu hinterfragen und zu verstehen. Warum fange ich an, brauche mehr, komme nicht mehr davon los? Und was gibt mir sonst Halt, wenn‘s mal nicht so läuft? In einer anschließenden Interaktion werden generell Informationen zum Thema Drogen und speziell zum Phänomen „Kräutermischungen“ gemeinsam mit den Schülern aufgearbeitet.

Hintergrund: Was sind Kräutermischungen?
Bei Kräutermischungen handelt es sich um Drogen, die aus verschiedenen Kräutern und wechselnden synthetischen Cannabinoiden bestehen, die auf den Verpackungen nicht ausgewiesen werden. Diese wechselnde Zusammensetzung macht die Wirkung und Risiken fast unmöglich abzuschätzen. Nebenwirkungen sind unter anderem Herzrasen, Übelkeit, Hyperventilation, Panikzustände bis hin zu anhaltenden Psychosen, Organschädigungen und Tod, die bereits bei einmaligem Konsum auftreten können.

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RESPEKT! (NEU)

THEMA: DEMOKRATIE

Empfohlen ab der 8. Klasse, auch für FOS/BOS geeignet

Dauer: ca. 2 Schulstunden (Szenen: ca 25 Minuten + Nachgespräch)

Max. 60 Schüler pro Aufführung

Das Stück wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben

Inhalt:

3 Menschen, 3 Szenen, 3 Schicksale.

In diesem Theaterstück geht es auf drei unterschiedlichen Ebenen um Diskriminierung, Ausgrenzung und das „soziale“ Leben in unserer Gesellschaft. Wer ist Opfer, wer ist Täter? Oder vielleicht beides? Die drei Szenen spielen im Klassenzimmer bzw. auf dem Schulhof und zeigen die gesellschaftspolitischen Probleme auf und der respektlose Umgang der Schüler untereinander. Die Personen werden aufgrund ihrer Herkunft, ihres soziales Status sowie ihrer sexuellen Orientierung ausgeschlossen und diskriminiert. Die Opfer erfahren Beleidigungen bis hin zu Tätlichkeiten. Kann man diese Gewaltspirale durchbrechen? Welche Aufgabe hat hier der Staat und was kann ich dafür tun um Demokratie zu leben?

Hintergrund:

Demokratie, Freiheit, Partizipation leben! Diese Themenbereiche sind aktueller denn je und wir werden ständig damit im Alltag konfrontiert.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“. So lautet der erste Artikel in unserem Grundgesetz. Was bedeutet das für uns? Wie können wir ein Stück dazu beitragen unsere Demokratie zu bewahren und der Diskriminierung und Unterdrückung entgegenzuwirken?

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